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Thromboseprophylaxe in der Pflege: Was Ihren Angehörigen hilft

Larissa Köberlein | Lesedauer: 6 Minuten | 09.09.2022

Von einer Thrombose sind viele ältere und pflegebedürftige Menschen betroffen: Bewegungsmangel, verengte Gefäße und Krampfadern machen sie dafür besonders anfällig. Zum Glück gibt es verschiedene Maßnahmen gegen Thrombose, die Sie als Pflegeperson in der sogenannten Thromboseprophylaxe anwenden können. In diesem Artikel lesen Sie, warum z. B. eine Beinvenenthrombose bei Ihrem Angehörigen entstehen kann und was Sie zur Vorbeugung gegen Thrombose tun können.

Thromboseprophylaxe

Was ist Thromboseprophylaxe?

In der Thromboseprophylaxe nutzen Sie verschiedene Maßnahmen wie Bewegungsübungen, Medikamente und Kompressionsstrümpfe, um bei Ihrem Angehörigen einer Thrombose vorzubeugen. Welche Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe Sie in der Pflege nutzen können, schauen wir uns weiter unten an. Zunächst wollen wir klären, wie Thrombose überhaupt entsteht und warum die Prophylaxe so wichtig ist.

Was ist Thrombose und wie entsteht sie?

Wird eine Vene oder Arterie im Körper durch ein Blutgerinsel teilweise oder komplett verschlossen, spricht man von Thrombose. Das Wort Thrombos stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet im Deutschen etwas wie Pfropf oder Klumpen. Dieser Blutklumpen verhindert, dass das Blut gleichmäßig durch den Körper fließen kann – es kommt zu einem Blutstau. Aber wie entstehen Blutgerinsel überhaupt?

Dass unser Blut gerinnen kann, ist tatsächlich eine Schutzfunktion des Körpers: Sie verhindert, dass wir bei einer Verletzung zu schnell und viel bluten. Doch die folgenden Situationen sind dafür verantwortlich, dass Blut nicht nur gerinnt, sondern sich zu einem Blutgerinsel formt und dadurch Thrombose auslösen kann:

  • Verlangsamter Blutstrom, z. B. bei Krampfadern oder Bewegungsmangel

  • Zusammensetzung des Bluts verändert sich so, dass das Blut leichter gerinnt als sonst, z. B. durch eine angeborene Gerinnungsstörung (Thrombophilie) oder bei Flüssigkeitsmangel

  • Geschädigte, verengte Gefäßwände, z. B. durch Ablagerungen (Arteriosklerose)oder einen Tumor


Trifft einer oder mehrere der genannten Risikofaktoren auf Ihren Angehörigen zu? Dann ist es besonders wichtig, dass Sie Thromboseprophylaxe bei ihm anwenden.

Warum ist Thrombosephrophylaxe wichtig?

Löst sich ein Thrombus von der Gefäßwand und gelangt dadurch in den Blutstrom, kann es passieren, dass er die Arterie eines wichtigen Organs wie der Lunge verschließt. Eine solche Embolie kann sogar tödlich sein. 

Welche Maßnahmen gibt es zur Thromboseprophylaxe?

Nun fragen Sie sich natürlich, wie Sie Thromboseprophylaxe bei Ihren pflegebedürftigen Angehörigen anwenden können. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe:

  1. Medikamente verabreichen

  2. Hilfsmittel wie Thrombose-Kniestrümpfe einsetzen

  3. Mobilisation und Entstauung durchführen

1. Medikamente gegen Thrombose

Gerade bettlägerige Menschen sind anfällig für Beinvenenthrombosen, da ihnen die Bewegung fehlt und das Blut in den Venen entsprechend langsamer fließt. Hier verschreibt der behandelnde Arzt Blutverdünner in Tablettenform, um den Blutfluss zu beschleunigen.

Ist Ihr Angehöriger nur über einen gewissen Zeitraum immobil (z. B. durch ein eingegipstes Bein nach einem Sturz), kann der Arzt auch sogenannte Anti-Thrombose-Spritzen mit dem Wirkstoff Heparin verordnen. Dieser wird direkt unter die Haut gespritzt, um die Blutgerinnung zu hemmen.

2. Hilfsmittel gegen Thrombose

Kompressionsstrümpfe (auch MTPS = Medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe) sind bei Thrombose ein gutes Hilfsmittel für Ihren Angehörigen. Vielleicht kennen Sie die „Anti-Thrombose-Strümpfe“, weil Sie sie selbst schon auf einem Langstreckenflug getragen haben?

Thrombosestrümpfe sehen aus wie besonders enge, feste Strümpfe und bedecken mindestens den Unterschenkel. Die Enge sorgt für einen gewissen Druck auf die Venen in den Beinen, damit die Venenklappen besser schließen können. Das hat den positiven Effekt, dass das Blut sich nicht in den Venen staut, sondern zurück zum Herz fließen kann.

Thromboseprophylaxe

Die Vorteile von Kompressionsstrümpfen:

  • Sie helfen dem Pflegebedürftigen, Thrombose vorzubeugen.

  • Sie tragen zur Heilung nach einer Thrombose-Erkrankung bei.

  • Da Beine im Laufe des Tages anschwellen, ziehen Sie Ihrem Angehörigen die Thrombosestrümpfe direkt morgens an.

  • Damit die Strümpfe ihre prophylaktische Wirkung erreichen, muss der Pflegebedürftige sie regelmäßig tragen.

  • Ist die Haut an Füßen und Beinen beim Anziehen der Kompressionsstrümpfe trocken, erleichtert das den Vorgang.

  • Spezielle An- und Ausziehhilfen unterstützen Sie und Ihren Angehörigen im Umgang mit Kompressionsstrümpfen. Fragen Sie den Arzt nach einer Verordnung dafür.

3. Mobilisation und entstauende Positionierung gegen Thrombose

Das A und O zur Vorbeugung gegen Thrombose ist, den Blutfluss im Körper zu erleichtern. Die folgenden beiden Methoden kurbeln den Blutfluss gezielt an:

  • Erhöhte Lagerung der Beine:
    Positionieren Sie die Beine Ihres bettlägerigen Pflegebedürftigen leicht erhöht. Liegen die Beine höher als der restliche Körper, entsteht ein Gefälle. Dadurch können die Venen das Blut wesentlich leichter zum Herzen zurück transportieren.

    Wichtiger Hinweis: Bitte wenden Sie diese Maßnahme nur bei Ihrem Angehörigen an, wenn er nicht an Herzinsuffizienz oder einer akuten Beinvenenthrombose leidet. Auch wenn der Pflegebedürftige in der Position Schmerzen empfindet, beenden Sie die erhöhte Bein-Lagerung und benachrichtigen Sie einen Arzt.

    Generell gilt: Wenn Sie sich unsicher mit einer Maßnahme fühlen, besprechen Sie sich mit dem behandelnden Arzt oder einer ausgebildeten Pflegekraft.

  • Regelmäßige Bewegung und Mobilisation durch Übungen:
    Das beste Mittel gegen Thrombose ist Bewegung, denn sie regt den Kreislauf und damit den Blutfluss an. Ist Ihr Angehöriger noch so mobil, dass er sich selbst bewegen kann? Dann ermutigen Sie ihn z. B. zu regelmäßigen Spaziergängen oder – wenn möglich – zu Übungen im Wasser. Auch bei weniger mobilen Pflegebedürftigen können Sie durch Mobilisationsübungen für körperliche Bewegungen sorgen.

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Welche Übungen gibt es zur Thromboseprophylaxe?

Mit den folgenden Übungen unterstützen Sie Ihren Angehörigen, den Blutstrom zu normalisieren und Thrombose zu vermeiden:

  1. Zehen krallen und wieder entspannen

  2. Füße abwechselnd heben und senken

  3. Zehen spreizen und Spannung sekundenweise halten

  4. Füße aus dem Sprunggelenk kreisen

  5. Beine aufstellen und wieder ausstrecken

  6. Beine aufstellen und Gesäß anheben

Wichtig: Lassen Sie sich diese und weitere Übungen von einem Physiotherapeuten oder einer ausgebildeten Pflegekraft zeigen. So gehen Sie sicher, dass die Bewegungen individuell für Ihren Angehörigen geeignet sind.

Weitere Tipps zur Thromboseprophylaxe in der Pflege

Neben den beschriebenen Maßnahmen gegen Thrombose hilft Ihrem Angehörigen auch ganz generell ein gesunder Lebenswandel, das Thrombose-Risiko zu senken:

  • Ältere Menschen vergessen oft das Trinken, weil sie weniger Durst verspüren. Doch auch Flüssigkeitsmangel kann eine Thrombose begünstigen. Sorgen Sie daher in der Pflege Ihres Angehörigen auch immer dafür, dass er über den Tag verteilt genug trinkt.

  • Auch eine gesunde Ernährung trägt zur Prophylaxe gegen Thrombose bei: Ballaststoffreiche Lebensmittel und einfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. durch Nüsse und Fisch) senken das Thrombose-Risiko, ebenso wie ein gesundes Körpergewicht. Denn Übergewicht belastet Herz, Gefäße und Kreislauf und trägt zur Anfälligkeit für Thrombose bei.

Fazit

Viele pflegebedürftige Menschen tragen ein erhöhtes Thromboserisiko, was gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann. Durch Thromboseprophylaxe mit Bewegungsübungen, gesunder Lebensweise, Thrombosestrümpfen und Medikamenten unterstützen Sie Ihren Angehörigen gezielt darin, Thrombose zu vermeiden.

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