Die Anschaffung eines Rollstuhls will gut überlegt sein, denn das Hilfsmittel soll seinem Nutzer im Alltag zu größtmöglicher Mobilität und Selbstständigkeit verhelfen. Deshalb ist es wichtig, dass der Rollstuhl voll und ganz auf dessen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Die Suche nach dem richtigen Rollstuhl beginnt mit der Wahl des Antriebs. Hat der Nutzer noch ausreichend Kraft in den Armen, bieten sich sogenannte Selbstfahrer-Modelle an. Mit ihnen ist sowohl eigenständiges Fahren als auch - mit Handgriffen - das Schieben durch Familie, Freunde oder Pflegekräfte möglich. Die Standard-Rollstühle sind mit etwa 20 Kilogramm recht leicht und wendig. Noch weniger wiegen sogenannte Leichtgewicht-Rollstühle (ca. 15 Kilogramm) und Aktiv-Rollstühle (bis 10 Kilogramm). Reicht die Kraft nicht mehr zum eigenständigen Fahren, sind elektrische Rollstühle sinnvoll. Hier sorgt ein Elektromotor dafür, dass sich der Nutzer sicher durch die Wohnung oder in Außenbereichen bewegen kann.
Neben der Antriebsform ist die Passform des Rollstuhls entscheidend. So müssen die Sitzbreite und Sitztiefe optimal auf den Körper des Rollstuhlnutzers angepasst sein, um Haltungsschäden und Druckstellen zu vermeiden. Das gilt ebenso für die Höhe der Rückenlehne und den Abstand zwischen Sitz und Fußablage. Einige Einstellungen wie die Neigung des Sitzes oder die Höhe der Armlehnen lassen sich bei vielen Rollstuhl-Modellen nachträglich anpassen.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Bereifung des Rollstuhls. Für Nutzer, die sich vorwiegend im bzw. am Haus bewegen, sind Vollgummireifen ausreichend. Bei häufigen Ausflügen in die Stadt sind hingegen Luftreifen empfehlenswert. Diese federn kleine Unebenheiten im Boden optimal ab.
Wichtig: Bei Übergewicht ist es wichtig, einen XXL- oder Schwergewicht-Rollstuhl auszuwählen. Dieser ist auf die erhöhte Gewichtsbelastung ausgelegt und entsprechend haltbar.